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Peter Blake

Peter Blake ist Maler und Illustrator und gilt als Urvater der britischen Pop-Art. Er wurde am 25.6.1932 in Dartford, Kent geboren.
Blake fing mit 14 Jahren an Kunst zu studieren, studierte von 1946 bis 1951 am Gravesend Technical College and School of Art, und im Anschluss bis 1956 am Royal College of Art in London. Dort war er später von 1964 bis 1976 auch als Lehrer tätig. Von 1956 bis 1957 bereiste er mit einem Leverhulme-Stipendium Europa und machte sich mit den angesagten künstlerischen Stilen vor Ort vertraut.

Peter Blake und Pop-Art 

Von der Kunst Robert Rauschenbergs und Jasper Johns inspiriert, begann Peter Blake 1959 mit der Fertigung von Collagen. Seine bevorzugten Sujets waren Porträts von Pop-Musikern und Filmstars, Pin-ups, tätowierte Damen und Freistilringer, aber auch die Welt des Zirkus faszinierte ihn und wurde von ihm bildnerisch umgesetzt. Ein weiteres Thema waren Kinder, als Konsumenten der Pop-Kultur dargestellt.
Als Vorlagen für seine Collagen verwendete er gerne Bilder von Postkarten, Magazinen und Zeitschriften. Sein Stil machte ihn zum „Pionier des Pop“, und noch heute gilt er als der Chefdesigner der britischen Popszene. Wie auch andere Pop-Art Künstler versuchte er stets mit seinen Bildern eine Brücke zwischen der Populärkultur und der klassischen bildenden Kunst zu schlagen, wobei er zwar auf eindeutige politische Botschaften verzichtete, aber gerne gegen Traditionen rebellierte.
Sein größter Erfolg war der Entwurf für das Cover des Beatles-Albums "Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band" von 1967, auf dem er ca. 70 Persönlichkeiten um die Mitglieder der Beatles gruppierte. Neben Plattencovern gestaltete er auch viele Plakate.

Brotherhood of Ruralists 

Neben der Fertigung der Collagen hat Blake nie die traditionelle Malerei aufgegeben, und übersetzte mit Motiven von Plakaten, Postkarten und Fotos die Massenmedien in die bildende Kunst. 1975 war er neben 6 weiteren Künstlern Mitgründer der "Brotherhood of Ruralists". In Wellow wohnend bekam er durch die ländliche Umegbung neue künstlerische Impulse und begann mit realistischer Malerei nach der Natur. Für diesen Abschnitt seiner Karriere erhielt er die meiste negative Kritik, da seine Malweise im Gegensatz zu der in dieser Zeit angesagten Konzeptkunst stand. Er wollte sich mit seinem Schaffen in dieser Zeit aber bewusst zur traditionellen Malerei bekennen.