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Roy Lichtenstein

Roy Fox Lichtenstein war Lehrer, Maler, Grafiker und Bildhauer und zählt zu den Begründern und Hauptvertretern der US-Amerikanischen Pop-Art. Er wurde am 27.10.1923 in New York geboren und starb am 29.9.1997 ebenfalls in New York.

Kindheit und Studium 

In seiner Kindheit kam Roy Lichtenstein mit Kunst wenig in Berührung, auch an seiner Schule gab es keinen diesbezüglichen Unterricht. Als er 13 Jahre alt war wurde sein Interesse für die bildende Kunst geweckt und 1939 nahm er an verscheidenen Kursen der Art Students League teil. 1940 begann er mit einem Studium der Kunst an der Ohio State University, welches er von 1943 bis 1945 unterbrechen musste, da er als Soldat nach Europa ging. Nach dem Krieg blieb er für ein paar Wochen in Paris und nahm anschliessend 1946 sein zuvor unterbrochenes Studium wieder auf. Dieses schloß er 1950 ab, allerdings auf Wunsch seiner Eltern mit einem Lehrdiplom, obwohl er selbst lieber freier Künstler geworden wäre. Nebenbei arbeitete er von 1946 bis 1951 als Dozent an der Ohio State University.

Frühes Werk 

Roy Lichtensteins frühes Werk der 1950er Jahre ist von der Auseinandersetzung mit der amerikanischen Heimatkunst, dem Abstrakten Expressionismus und des Kubismus geprägt; Künstler wie Picasso, Monet, Matisse, Mondrian und Dalí beeinflussten ihn stark. Dazu hatte Lichtenstein ein große Leidenschaft für Jazz-Musik, und ließ sich gerne von dieser inspirieren. Er experimentierte intensiv mit verschiedenen Malstilen und Techniken, hatte mit seinen frühen Werken jedoch wenig Erfolg und nahm 1957 seine Lehrtätigkeit erneut auf, um seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Er unterrichtete die folgenden drei Jahre als Assistenzprofessor für Kunst an der New State University in Oswego. Von 1960-1963 lehrte er am Douglass College der Rutgers University in New Brunswick, New Jersey.

Der Künstler Roy Lichtenstein 

Der Durchbruch als Künstler gelang Roy Lichtenstein erst fast vierzigjährig im Jahr 1961 mit dem Bild „Look Mickey“. Hier fand er zu seinem charakteristischen comichaftem Stil, zuerst farbflächig angelegt, begann er später die Rasterpunkte des Zeitungs-, bzw. Magazindrucks auf die Leinwand zu übertragen. Wie Andy Warhol und den anderen Pop-Art-Künstlern dienten auch Roy Lichtenstein Sujets der amerikanischen Alltagskultur und insbesondere die Abbildungen in Comics und Zeitschriften als Vorlage für seine großformatigen Bilder. Er bediente sich im Gegensatz zu Andy Warhol jedoch nicht des Siebdrucks und der damit verbundenen Möglichkeit der massenhaften Vervielfältigung, sondern malte per Hand auf Leinwand, so dass er Unikate im klassischen Sinne schuf.
Im Frühjahr 1962 hatte Lichtenstein seine erste Einzelausstellung in der Galerie des New Yorker Händlers Leo Castelli mit Werken in seinem neuen comichaften Pop-Art-Stil, dies war der Startschuss seiner „wirklichen“ Karriere und seines Erfolges als Künstler. In den folgenden Jahren beschäftigte er sich eingehend mit diesem Stil, neben Motiven aus der kommerziellen Werbung für Konsumgüter, setzt er auch Bilder anderer Künstler wie z.B. Picasso, Cézanne, Matisse oder Mondrian als Comicversionen um. Zwischen 1969-1972 entstehen die "Mirror Paintings", ab 1970 entwirft Roy Lichtenstein auch einige großformatige Wandgemälde. Ab 1990 wendet er sich zudem der Herstellung plastischer Werke zu.

1995 wird Roy Lichtenstein mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet.

Heute gehören seine Bilder zu den weltweit teuersten. Sein Kunstwerk „Das Schlafende Mädchen" wurde im Mai 2012 in New York für fast 45 Millionen Dollar versteigert.